Den letzten Sonntag, dem ersten Februar, ging es zum 8. Spieltag nach Herford. Mathias musste ersetzt werden. Für die Abwendung eines Abstiegs wäre ein Sieg wichtig; dankenswerterweise ist Ralf als stärkster Ersatzspieler eingesprungen.
Ich hab mit Weiß am Spitzenbrett nach solider Eröffnung (Königs-indisch, Semi-Awerbach) ein relativ schnelles Remis gegen den zahlenmäßig etwas stärkeren Gegner angenommen. An den anderen Brettern sah es zu dem Zeitpunkt sehr vielversprechend aus:
Ralfs Gegner wählte eine scharfe Eröffnung mit Bauernopfer, wodurch Ralf in der Eröffnung nicht gut vorankommen konnte. Dieser Aufgabe nahm Ralf sich an und erlangte meiner Ansicht nach eine gute Stellung.
Tobias Partie an Brett 5 war ebenfalls spannend. Hier war schwer einzuschätzen, wie es ausgehen könne. Tendenziell stand Tobias aber besser. Zwar hatte er einen Tripple-Bauern, dafür aber einen davon mehr. Jan Lucas stand am 6. Brett voll in Ordnung und holte kurze Zeit später ebenfalls einen halben Punkt zum 1- 1.
Ralf musste sich am achten Brett mit einer provokanten Eröffnung befassen
Marius am dritten Brett hatte bereits eine Qualität gewinnen können. Helmut (Brett 7) stand solide, wenn auch weniger aktiv. Jörg fand sich zu dem Zeitpunkt bereits im Endspiel wieder mit je einem Turm und einem Mehrbauern.
Es entwickelte sich leider in die falsche Richtung. Ralf fand nicht so richtig ins Spiel, da sein Läufer nicht herauskam und verlor eine Figur für einen Bauern. Es galt zu kämpfen. Tobias geriet in Zeitnot und unter Druck. Letztlich verlor er Material und Initiative, wodurch er sich geschlagen geben musste. Bei Ralf war nun nichts mehr zu wollen und er musste das Handtuch werfen. Zwischenstand 3 – 1 für die Herforder.
Marius hatte aufgrund der Zeitnot und schwindenden Vorteils Remis angenommen. Jörg kämpfte mit Mehrbauern und je einem Turm über die 60 Züge weit hinaus weiter, um noch einen Sieg heraus zu holen. Benjamin hatte am zweiten Brett nach anfänglichen Schwierigkeiten bei beiderseitig gutem Spiel eine Mattdrohung auf der Grundreihe zunutze gemacht und gewann so, nach Abtausch der Damen, einen Bauern. Diesen Vorteil konnte er gewinnbringend einsetzen und holte den einzigen ganzen Punkt für uns. 3,5 – 2,5
Helmuts Stellung sah zwischenzeitlich haltbar aus, sein Gegner spielte es aber sauber weiter, wodurch Helmut mehr und mehr unter Druck geriet und letzten Endes aufgeben musste. Für Jörg gab es keinen Weg, einen Bauern durchbringen zu können. Da es nun auch keine Not gab, für die Mannschaft einen Sieg holen zu müssen, gab er das Remisgebot zum Endstand 5 – 3.
Leider stehen die Zeichen nach dieser erneuten Niederlage auf Abstieg. Es bräuchte nun viel Glück, um diesen noch abwenden zu können.
Tim
