Letzten Sonntag, den 11. Januar, hatte die Erste Heimspiel gegen die Gäste aus Gütersloh. Kalte Temperaturen und verschneite Straßen erschwerten die Anfahrt, aber alle Spieler konnten pünktlich und unversehrt antreten.
Das Match ging leider schon früh in die falsche Richtung. Jan Lucas konnte sich gegen seinen stärkeren Gegner leider nicht behaupten und musste sich recht früh im Kampf geschlagen geben. Die Überlegenheit in der Wertungszahl zog sich – außer bei Mathias an Brett 5 – durch, weswegen kämpfen auf der Tagesordnung stand. Helmut und Jörg konnten sich zumindest ein Remis sichern. Tobias verlor leider ebenfalls zum Zwischenstand 1 – 3 für die Gäste aus Gütersloh.
Benjamin hatte an Brett 2 mit Weiß seinen Kontrahenten gut im Griff. Die Eröffnung gelang beiden Spielern, den ersten größeren Vorteil konnte Benjamin erzielen. Er spielte sauber weiter und baute seinen Vorteil noch aus. Schlussendlich entschied er sich aber – auch aufgrund von Zeitnot – remis zu bieten, welches sein Gegner wohl dankbar annahm:
Ich selbst hatte auch eine ganz gute Stellung mit Initiative und Raumvorteil nach der Eröffnung erzielt (s. Abb. rechts). Leider war ich zunächst etwas zu forsch und verspielte den leichten Vorteil mit den Vorstößen b5 und danach b4. In Nachteil geriet ich aber erst später in der Partie nach Abtausch der Damen, indem ich den weißen Türmen mit dem Zug f6 bei freier g-Linie zu viel Angriffspotential zugestand. Meine Türme harmonierten nicht und konnten dem so nichts entgegensetzen. Klar wurde der gegnerische Vorteil nach dem Verlust der Qualität durch einen Läuferspieß, sodass ich die Partie wenig später aufgab.
Mathias stand zwischendurch gar nicht gut. Sein Gegner patzte jedoch und stellte die Dame ein, sodass nichts mehr zu wollen war.
Marius hatte in seiner Partie an Brett 3 etwas Glück. Nach einer schwer zu spielenden Eröffnung (Semi-Benoni, s. Abb. 1) hatte er nicht richtig Ideen aus dem Hut zaubern können und geriet etwas unter Druck. Nach dem Verlust eines Bauern tauschte sein Gegner Figuren ab, unterschätzte dabei aber wohl, dass Marius Dame nun viel freien Platz ausnutzen kann, um die weißen Bauern ebenfalls abzugrasen oder in ein Dauerschach zu überführen. So ging die Partie noch remis aus.
Marius Eröffnung an Brett 3 – Semi-Benoni
Die typische Bauernstruktur entsteht nach 1. d4 c5 2. d5 e5 3. e4 d6
Marius hatte nicht viele Züge und zog bspw. den Turm mach b8, wieder nach a8 und zurück nach b8.
Sein Gegner war sich mit Mehrbauern nach Abtausch der Figuren etwas zu sicher…
Schlussendlich verloren wir den Mannschaftskampf 3 : 5. Angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit der Gütersloher geht das Ergebnis aber in Ordnung. Wir sind allerdings darauf angewiesen in den nächsten Spielen einiges rauszuholen, um einen Abstieg zu verhindern.
Tim
