In der Bezirksliga hatte Kirchlengern II die bisher ungeschlagene erste Mannschaft von Löhne zu Gast. Die Kräfteverhältnisse waren eindeutig, hatte Löhne doch an 7 Brettern die deutlich höher bewerteten Spieler. Lediglich an Brett 1 traf Ralf auf einen Spieler gleicher DWZ.

So kam die Niederlage von Björn gegen einen 200 Punkte stärkeren Gegner nicht unerwartet. Björn wurde von einer Eröffnungsvariante überrascht und verlor schon früh die Qualität, wovon er sich nicht mehr erholte. 0 : 1

Als nächster musste Wolfgang die Waffen strecken. Sein Gegenspieler hatte durch ein Turmopfer einen unwiderstehlichen Mattangriff eingeleitet und so gab Wolfgang einen Zug vor dem Matt auf. 0 : 2

Ralf brachte Kirchlengern wieder heran: das angebotene Gambit lehnte er ab, hatte danach aber einmal Glück, als sein Gegner eine vorteilhafte Fortsetzung nicht spielte. Nach einer Ungenauigkeit des Löhners im 25. Zug konnte Ralf 2 Züge später einen Bauern gewinnen. Nun kämpfte er um die Umwandlung seines Freibauern auf der a-Linie, während der Löhner Spitzenspieler seinen Freibauern auf der c-Linie vorantrieb. Letzlich gab die schlechtere Königsstellung seines Kontrahenten den Ausschlag: in Zeitnot griff er fehl und musste nach einer Springergabel aufgeben. 1 : 2

Horst wehrte sich sehr lange gegen seinen 300 Punkte stärkeren Gegner, musste sich aber schließlich doch der Routine des erfahrenen Löhners beugen. 1 : 3

So erging es auch Yannick: gegen den erfahrensten Spieler der Gäste mit ebenfalls 300 Punkten DWZ-Unterschied verlor er einen Bauern und schließlich das Endspiel. 1 : 4

Kai bekam es mit dem Löhner zu tun, der bisher alle Spiele gewonnen hatte. Gegen den um 120 Punkte höher bewerteten Gastspieler hielt er nicht nur gut mit, sondern verschaffte sich sogar einen Freibauern auf der a-Linie. Leider verließ er sich danach zu sehr auf diesen Vorteil und gestattete dem Löhner, die Bauern auf dem anderen Flügel „abzugrasen“ und sich ebenfalls einen Freibauern zu schaffen. Dessen Umwandlung konnte Kai nicht mehr verhindern und gab auf. 1 : 5

Der Mannschaftskampf war damit entschieden, doch liefen noch 2 sehr spannende Partien. Dieter hatte gegen den aktuellen Ü60-Bezirksmeister bei einem DWZ-Unterschied von 180 Punkten naturgemäß einen schweren Stand. So kam es nicht überraschend, dass er eine Figur verlor. Immerhin hatte er einen Freibauern dafür und kämpfte wie ein Löwe. Schließlich eroberte der Löhner auch den letzten verbliebenen Bauern und hatte nun König, Läufer und h-Bauern gegen König. Dieter gab auf, wurde dann aber von seinem Gegner darauf hingewiesen, dass das Endspiel tatsächlich remis ist, da der Läufer nicht die Farbe des Umwandlungsfeldes hatte. Schade, da hätte sich Dieter für seinen unermüdlichen Kampfgeist belohnen können! 1 : 6

Andreas gelang es als einzigem, einem deutlich höher bewerteten Spieler ein Remis abzutrotzen. Seinem um 230 Punkte stärkeren Gegenspieler nahm er taktisch geschickt einen Bauern ab und verteidigte sich danach souverän gegen alle Angriffe zum Endstand von 1,5 : 6,5 .

Ralf