Nach einer bereits sehr überzeugenden Saison tritt die Erste aus Kirchlengern im letzten Spiel auswärts gegen den SK Blauer Springer Paderborn an. Da Peter an Brett 2 und Marius am 7. Brett ersetzt werden mussten, sprangen Yannick und Kevin ein (vielen Dank!), die aus der zeitgleich spielenden Zweiten „geborgt“ wurden. Diese konnte dennoch souverän zum vorzeitigen Aufstieg gegen Bünde VI gewinnen.

Sowohl für Kirchlengern als auch die Paderborner Gastgeber – die uns herzlich mit dem Werbeslogan der Firma Jobware empfingen, die den Paderbornern wohl das Gebäude im Technologiepark zur Verfügung stellten – ging es um nichts mehr. Der Aufstieg war den unaufhaltsamen Hemern vorbehalten, für einen Abstieg hatten beide Mannschaften bereits zu viele Punkte gesammelt. Dennoch sollte es ein spannender Mannschaftskampf werden.

Kevin war als Erster fertig und leider erfolglos. Auch aufgrund einer schwachen Eröffnung konnte sein zahlenmässig deutlich überlegener Gegner früh im Spiel in Vorteil kommen und das Spiel für sich entscheiden.

Benjamin an Brett 4 kam gut aus der Eröffnung raus. Lange Zeit gab es beiderseitige Chancen; Benjamins Flügelangriff auf die gegnerische Königsflanke machte jedoch einen effektiveren Anschein. Der Gegner wusste allerdings die Stellung gut zu behandeln, die Partie endete mit geteilten Punkten. 1,5 – 0,5.

Yannick hatte gegen seinen deutlich stärkeren Gegner Schwierigkeiten. In der Eröffnung verlor er das Rochaderecht, sein Gegner behielt lange Zeit die Initiative. Materiell konnte Yannick allerdings stehts Ausgleich halten. Nachdem sein Gegner eine gute Chance verpasst hat einen deutlichen Vorteil zu erzielen, endete die Partie schlussendlich in einem remis. Klasse Leistung!

Jan Lucas wurde von seinem knapp 200 Punkte überlegenen Gegner gut unter Druck gesetzt und erhielt eine schlechtere Stellung. Durch einen Fehler verlor er Material und musste sich geschlagen geben. 3 – 1.

Helmut spielte an Brett 5 eine solide Partie. Ein frühes Remisgebot wollte sein Gegner nicht annehmen. Es kam zu einer Stellung mit beiderseitigen Chancen, sein Gegner konnte in leichten Vorteil gelangen, betrachtete diesen aber wohl anders und gab seinerseits ein Remisgebot zu einem weiteren halben Punkt. 3,5 – 1,5.

Tim hatte seinen Kontrahenten gut im Griff und konnte bereits in der Eröffnung (Halb-Slawisch) leichten Vorteil erzielen; auch aufgrund des strategisch nicht korrekten Abtausches 9. .. dxc4 ? 10. bxc4 und des Abtausches der beiden Springer im Zentrum. Den ersten Vorteil gab Tim allerdings wieder her, indem er anstelle des folgerichtigen 17. Le2 !? die Idee Dc3 nebst La3 verfolgte. Wenige Züge später durfte die vorteilhafte Stellung trotz des Freibauerns zumindest angezweifelt werden Im 26. Zug konnte mit dem Vorstoss f4 und dessen Abtausch das Etappenziel 29. Le5 ! erreicht werden. Dadurch blieb dem Gegner nicht mehr viel Spielraum. Der Versuch die Stellung zusammenzuhalten missglückte und Tim gewann die Partie. 3 – 2,5.

Maurice konnte am Spitzenbrett seinen Gegenspieler schon früh in der Partie aus den Theoriekenntnissen bringen und einen kleinen Vorteil erzielen. Entschieden wurde die Partie allerdings durch den Patzer 14. .. Lf5?? der Maurice eine Mehrfigur erbrachte mit der Antwort 15. Df4 mit Angriff auf Springer und Läufer. Nach reiflicher Überlegung und ein paar weiteren Zügen gab sich sein Gegner geschlagen. 3 – 3,5.

Maurice am Zug mit Figurengewinn nach dem Fehler seines Gegners.

Mathias konnte mit einer interessanten Französisch-Vorstossvariante (Winawer) mit schwarz früh ein dynamisches Gleichweicht erzielen. Er hatte einen, zeitweilen zwei, Mehrbauern, der Gegner dafür etwas mehr Aktivität Richtung Zentrum. Der Vorstoss 20. c5?! war allerdings zu viel gewollt, sodass er zwar einen der zwei Minusbauern zurückgewinnen konnte, die Initiative allerdings abgeben musste. Mathias hatte nun seine Stellung konsolidiert und einen Mehrbauern. In beiderseitiger Zeitnot brachte Mathias das Spiel souverän zu einem guten Ende und entschied damit den Mannschaftssieg für Kirchlengern 3,5 – 4,5!

Alles in allem ein spannender Mannschaftskampf bis zum Schluss. Auch wenn es um nichts mehr ging, freuen wir uns natürlich über einen weiteren Sieg, zumal wir wie so oft schon nicht in der Favoritenrolle waren. Die klasse Saison fühlt sich beinahe nach einem Aufstieg an. Weiter so in der nächsten Saison!

Tim