Die Vorzeichen für den Mannschaftskampf der „Zweiten“ in Lübbecke waren schlecht, konnten doch nur 7 Spieler dafür aufgeboten werden. Zudem ist Lübbecke an den oberen Brettern sehr stark besetzt; 2 ihrer Spieler hatten bisher alle Partien gewonnen. So hatte Kirchlengerns Mannschaft wenig Hoffnung auf einen Erfolg.
In Lübbecke angekommen, stellten sich die Verhältnisse dann etwas anders dar, denn der Gegner musste Brett 1 und Brett 4 ersetzen.
Den kampflosen Punktverlust am 1. Brett konnte Dieter in einer gefühlten „Blitzpartie“ ausgleichen. Während an Brett 2 erst 5 Züge absolviert waren, hatten die Kontrahenten an Brett 4 bereits das Schwerfiguren-Endspiel erreicht. Dieter setzte Matt; an Brett 2 waren gerade mal 6 Züge gespielt. 1 : 1
Kevin hatte eine wilde Partie: erst stellte er einen Turm ein, kämpfte dann energisch weiter und verschaffte sich einen Freibauern auf der a-Linie und einen sehr starken Angriff auf den noch unrochierten König. Durch die Bauernumwandlung konnte er die Rückgabe des Turms erzwingen und erreichte Dauerschach. 1,5 : 1,5
Andreas hatte gesehen, dass Yannick und Wolfgang Vorteil erreicht hatten und nahm daher das Remisangebot seines Gegenspielers an. 2 : 2
Kai musste dann aber gegen einen 180 Punkte stärkeren Kontrahenten leider aufgeben: beim Versuch, dem Damentausch auszuweichen, übersah er einen Figurenverlust. 2 : 3
Wolfgang hatte eine blitzsaubere Partie gespielt und erst einen Bauern und später die Qualität gewonnen. Doch dann griff er fehl und musste nach einem Figurenverlust ins Remis einwilligen. 2,5 : 3,5
Yannick agierte druckvoll und stellte seinen 100 Punkte stärkeren, erfahrenen Gegner vor einige Probleme. Doch der spielte seine Routine aus, wehrte alle Drohungen ab und gewann durch eine Springergabel die Qualität. Als sich eigentlich alle schon mit seiner Niederlage abgefunden hatten, konnte Yannick eine Ungenauigkeit des Lübbeckers ausnutzen und doch noch Dauerschach geben. 3 : 4
Ralf bekam es mit einem der Spieler von Lübbecke zu tun, der bisher alle 4 Runden gewonnen hatte. Dieser hatte sich etwas vorgenommen, überlegte sehr gründlich und versuchte, positionellen Vorteil zu erlangen. Ralf opferte im 7. Zug einen Bauern, um seinen Gegenspieler aus seiner „Komfortzone“ zu holen. Die sich daraus ergebenden Verwicklungen kosteten seinen Gegenspieler viel Bedenkzeit. So blieben diesem noch etwa 5 min für 16 Züge in zugegebenermaßen etwas besserer Stellung. Doch Ralf vermied Vereinfachungen und suchte immer nach taktischen Überraschungen. Als schließlich nur noch 2 min für 14 Züge auf der Uhr des Lübbeckers standen, stellte er eine Figur ein und gab auf zum Endstand von 4 : 4. Ein unerwarteter, daher umso schönerer Punktgewinn!
Ralf
