Der letzte Spieltag der Saison brachte noch einmal ein Heimspiel für Kirchlengerns „Zweite“. Der Abstieg in die Bezirksklasse war ja bereits durch die Niederlage in Runde 8 besiegelt worden, darum konnte Kirchlengern seinen jüngsten Mitgliedern die Gelegenheit geben, ohne Druck einmal am Erlebnis „Mannschaftskampf“ teilzuhaben.

Der 9-jährige Bennett war natürlich nervös, spielte aber mutig. In einer von beiden Seiten nicht fehlerfrei gespielten Eröffnung wechselte der Vorteil hin und her. Doch dann unterlief Bennett ein Fehler; er verlor eine Figur und bald darauf die Partie. 0 : 1 Dennoch war das keine schlechte Partie, das wird schon!

Ümmi erging es nicht besser: durch eine kleine Kombination eroberte ihr Gegenspieler einen wichtigen Bauern und hinderte sie an der Rochade. Das kostete sie dann noch einen weiteren Bauern. Diesen Nachteil konnte Ümmi nicht mehr wettmachen und musste aufgeben. 0 : 2

Björn hatte die Eröffnung solide behandelt und ein dynamisches Gleichgewicht erreicht. Dann postierte er seine Dame etwas unglücklich und nach einem zu frühen Bauernvorstoss taten sich gute Felder für den gegnerischen Springer auf, der sich 2 Bauern abholte. Nach einem weiteren Bauernverlust gab Björn dann auf. 0 : 3

Ein ganz besonderer Tag wurde es für den 8-jährigen Elyesa. Leicht verspätet erschienen, hatte er wohl keine Zeit für Nervosität und spielte einfach drauflos. So ließ dann auch ein erster Bauernverlust nicht lange auf sich warten. Doch er hatte Glück; sein Gegner gestattete ihm ein Springerschach mit Qualitätsgewinn. Die Rochade war damit auch verhindert und Elyesa schickte seine Dame in die gegnerische Stellung. Leider kam ihm zwischenzeitlich eine Figur abhanden. Doch eine listige Idee hatte Elyesa noch: durch einen Scheinangriff auf einen Springer brachte er noch seinen Turm gegen den feindlichen König in Stellung und bedrohte zugleich die Dame. Der Plan ging auf: sein Gegner zog die Dame weg und Elyesa durfte mattsetzen! 1 : 3

Kai erreichte ein Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer bei einer langen Bauernkette. Seine Bauern standen auf der richtigen Felderfarbe und so hätte er Vorteil gehabt, wenn sein Springer in die gegnerische Stellung gelangt wäre. Sein Gegenspieler wusste dies aber zu verhindern und so einigte man sich auf Remis. 1,5 : 3,5

Dieter bekam es mit einem nominell deutlich stärkeren Gegner zu tun ( 170 Punkte höhere DWZ ). Dennoch erspielte er sich eine gute Stellung und hätte sogar in Vorteil kommen können. Leider fand er den besten Zug nicht. Später wählte er bei einer Abtauschkombination die falsche Reihenfolge und blieb mit einer Figur weniger zurück. 1,5 : 4,5

Yannick spielte druckvoll gegen einen nominell erheblich stärkeren Spieler ( 280 Punkte höhere DWZ ). Es gelang ihm, einen Springerposten in der gegnerischen Hälfte zu installieren, der seinen Gegenspieler an der Entwicklung hinderte. So eroberte sich Yannick mehr Raum und brachte seine Figuren auf gute Felder. Diesen Positionsvorteil konnte er dann durch ein Figurenopfer zum siegbringenden Angriff ausnutzen. Bravo! 2,5 : 4,5

Am 1. Brett kämpfte Mannschaftsführer Andreas gegen den stärksten Spieler der gegnerischen Mannschaft ( 270 Punkte höhere DWZ ) und hatte erwartungsgemäß einen schweren Stand. Er wurde durch starkes Positionsspiel seines Gegners sehr eingeengt und es gelang ihm nicht, sich aus der „Umklammerung“ zu befreien. Letztlich brach das Bollwerk dann doch und Andreas gab auf zum Endstand von 2,5 : 5,5 .

Ralf